Eisenmangel - Mangelernährung oder starke Blutungen
Ernährung 21. May 2010Unter Eisenmangel (E61.1 nach ICD-10) versteht man einen Mangel an Eisen im menschlichen Organismus, der in der Regel von Mangelernährung oder starken Blutungen herrührt. Bei Veganern, Frauen mit einer starken Monatsblutung und Blutspendern handelt es sich daher um besonders gefährdete Personengruppen.
Eisenmangel verläuft in schwacher Form häufig symptomlos, da sich die Eisenspeicher bei mangelnder Zufuhr erst langsam leeren. Die Symptome eines Eisenmangels können u. a. Kopfschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Blässe und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten sein. Der menschliche Körper benötigt Eisen zur Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Ist er über einen längeren Zeitraum unterversorgt, kommt es zu einer so genannten Eisenmangelanämie.
Bei Verdacht ist ein Arzt aufzusuchen, der zunächst mittels einer Blutuntersuchung die Diagnose stellt und dann mit der Ursachenbekämpfung beginnt. Ist der Mangel auf eine Krankheit zurückzuführen, muss diese primär behandelt werden. Bei Bedarf wird ein Eisenpräparat verschrieben, das mindestens drei Monate lang eingenommen werden sollte, um die Eisenspeicher wieder zu füllen. Bei Unverträglichkeit besteht darüber hinaus die Möglichkeit einer Infusionsbehandlung. Vorbeugen sollte man in jedem Fall mit einer ausgewogenen Ernährung, die eisenhaltige Lebensmittel wie rotes Fleisch und Hülsenfrüchte einerseits und Vitamin-C-reiche Lebensmittel, die die Eisenaufnahme fördern, andererseits enthält.