Haarausfall: Was sind die Faktoren?
Krankheiten 16. July 2010Das menschliche Haar wächst in einem zyklischen Rhythmus, bestehend aus Wachstums-, Ruhe- und Abstoßungsphase aus einem Haarfollikel, welcher die Haarzwiebel und die Papille birgt. Das stetig wachsende Haar wird von dort aus über feinste Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt und fällt nach einem genetisch vorbestimmten Zeitraum aus.
Ein Mensch verliert im Normalfall pro Tag durchschnittlich 100 Haare. Liegt eine Störung vor, kann sich diese Zahl dramatisch erhöhen und man spricht von Haarausfall. Haarausfall kann die verschiedensten Ursache haben. Zu den häufigsten zählen:
- hormonelle Störungen: Klimakterium, Hormonumstellung nach Schwangerschaft,
- Einnahme der Antibabypille, Schilddrüsenerkrankungen
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Morbus Crohn
- Mangelernährung bei Bulemie, Hungerkuren oder einseitigen Ernährungsgewohnheiten
- Medikamenteneinnahme, z. Bsp. Betablocker oder Schilddrüsenmedikamente
- Chemotherapie
- Psychische Belastungen
- Infektionen oder Pilzerkrankungen
Häufig vertreten ist der vorwiegend bei Männern auftretende erbliche Haarausfall, bei dem im typischen Verlauf die Haare an Schläfen und oberer Stirn ausfallen. Diese Art von Haarausfall beruht auf einer Überempfindlichkeit gegen ein im Übermaß vorkommendes Hormon, das infolge dieser Kettenreaktion die Wachstumsphase des Haares verkürzt.